App uf Böckte: Regionalturnfest Böckten BL, 23.-25. Juni 2017

Geschrieben von Mario Fuchs. Veröffentlicht in TV Lotzwil

Eine Woche ist schon wieder vergangen seit unserem wichtigsten Vergnügen des Vereinsjahrs. Dieses Jahr wählten wir für das Turnfest das Baselland aus. Genauer: Böckten. Auf der offiziellen Website der Gemeinde steht: «‹Böckte›, ‹Beckte›, Bezirk Sissach, 385 M.ü.M., 700 Einwohner (Stand: Juli 2001).»
 
Unser Ziel war das Regionalturnfest Böckten, organisiert vom BTV Sissach. Motto: «App uf Böckte!» Ja genau: Nebst dem Festführer in Papierform gab es auch eine App. Turnfest 2.0, wenn man so will. Die Anreise war eine mit viel Aufenthalt. Denn: 1916 wurde die SBB Strecke Basel-Olten durch den Hauensteintunnel eröffnet. Und gleichzeitig die Sissach-Gelterkinden-Bahn eingestellt. Seither hat Böckten keinen Bahnhof mehr (Gemeinde-Website: «doch der Bahnlärm ist geblieben»). So stiegen wir in Langenthal, Olten und Sissach um. 
 
Neben dem Bahnhof Sissach lockte die Wystube Tschudy mit ihrer Aufschrift und Gartenbeiz. Doch unser Oberturner versteht unter Aufwärmen etwas anderes – der Féchy musste (zurecht) warten bis nach dem Wettkampf. Diesen begannen wir am Samstagnachmittag mit dem Fachtest Volleyball in der Turnhalle, die an diesem heissen Junitag eher eine Sauna war. Dabei fanden wir heraus, dass uns dieses Klima sehr behagt: wir erreichten mit der Gesamtnote von 9,54 gleich einen neuen Vereinsrekord.
 
Das beflügelte die Weitsprung-Delegation: Sie ersprang ebenfalls eine neue Vereinsbestleistung von 8,34. Weniger gut lief es in den anderen Disziplinen des Vereinswettkpampfs. Im Fachtest Allround und in der Pendelstaffette gab es Tiefstwerte (die wir hier ja nicht nennen müssen). Dennoch machte es so richtig Freude, in Böckten zu turnen: Fachtest und Wurf absolvierten wir auf Wiesen inmitten der schönen Hügellandschaft des Ergolztals, zwischen Obstbäumen, weidenden Kühen und zirpenden Grillen. (Aus Rücksicht auf die Gemeinde erwähnen wir die alle paar Minuten Richtung Rheinfhäfen donnernden Güterzüge nicht).
 
Die Gesamtnote war am Schluss für das gute Gefühl aller gar nicht so entscheidend. Wichtiger war: viele turnten über ihren persönlichen Erwartungen, und der TV Lotzwil blieb ohne Verletzung. So ging es nach der Dusche und dem Bezug der Zivilschutzunterkunft direkt ins Festzelt zum Znacht an die Tische (Riz Casimir) und von dort bald auf die Bänke (Feldschlösschen, Ramseier und Féchy). 
 
Während die einen sich später Richtung Kajütenbett verabschiedeten, wollten andere unbedingt als Erste das Zmorgebuffet um 7 Uhreröffnen. Anders lässt sich ja kaum erklären, warum sie so lange freiwillig auf den (tanzenden) Beinen blieben.
 
Am Sonntagnachmittag fuhren wir - unter Berücksichtigung der Umsteige- und Wartezeiten - auch wieder beizeiten nach Hause. Im «Bahnöfli» durften wir das obligate Schlussessen geniessen. Und danach die erfolgreichen Jodler, die soeben vom Eidgenössischen in Brig zurückgekehrt waren, mit geschwungener Vereinsfahne und klatschenden Händen empfangen. Und danach hiess es: App ins Bett.